Architektur DEFH Birmenstorf
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Birmenstorf Architektur DEFH

Auftraggeber: Privat  |  Baujahr: 2014  |  Architektur & Innenarchitektur: Désirée Zgraggen, Adrian Haslimeier  |  Konzept: Um- und Neubau

 
Modernes Einfamilienhaus in Birmenstorf

Manchmal sind die einfachen Dinge im Leben die besten. Dazu gehört das klassische Butterbrot ebenso wie das traditionelle Einfamilienhaus, welches aus unserer Wohnlandschaft einfach nicht mehr wegzudenken ist. Daher zieht es uns in diesem 360°-Artikel auch einmal nicht in ferne Länder oder futuristische Bauten.

Dieses Haus in Birmenstorf, einer Gemeinde im Schweizer Kanton Aargau, wurde – zumindest aussen – höchst klassisch gestaltet, sodass es sich harmonisch in den Baukontext einfügt. Im Inneren jedoch beauftragten die privaten Bauherren unsere Experten von Bogen Design, eine ganz spezielle Vision umzusetzen. Welche diese ist und wie das Ergebnis ausgefallen ist, seht ihr, wenn ihr weiterlest.

Vom Garten aus betrachtet, wirkt das Schweizer Haus extrem idyllisch. Das liegt zum einen an seiner traditionellen Form und der hölzernen Fassade und zum anderen an dem gewundenen Gartenweg. Das hübsche Gebäude wurde 2014 von Désirée Zgraggen und Adrian Haslimeier erbaut, die auch die innenarchitektonische Gestaltung übernahmen.

Eine Besonderheit des Hauses fällt erst von oben so richtig ins Auge: Ein Teil des Dachs kragt extrem weit aus, was nicht nur für eine interessante Optik, sondern auch für einen geschützten Eingangsbereich sorgt. Unter dem Dachüberstand finden auch ein Tisch sowie einige Stühle Platz. So kann man die frische Luft geniessen, ohne der Witterung ganz und gar ausgeliefert sein zu müssen.
Auch von der Strasse aus macht das Gebäude einen guten Eindruck. Hier wurde auf eine weisse Fassade gesetzt, welche gut zu dem Aussehen der benachbarten Häuser passt. Ein Carport vor dem Haus gewährt dem Familienwagen Unterschlupf vor Regen und Schnee.

Raumkonzept
Wer das Schweizer Haus betritt, dem fällt sofort eines auf: Im Innenraum strahlt es geradezu dank der grosszügigen Verwendung der Farbe Weiss. Lediglich ein graubrauner Fussboden bietet der dominanten Nichtfarbe Parole. Die einheitliche Gestaltung öffnet den Raum und sorgt für ein geschmackvolles Interieur. Damit der Komplettlook nicht zu monoton wirkt, wurden gestalterische Highlights gesetzt. So wurde das Treppengeländer mit gezielt gesetzten Cutouts verschönert. Geometrische Fensteröffnungen sorgen zudem für einen spannenden Lichteinfall.

Ordnung muss sein
Für die richtige Ordnung im offen gestalteten Kochbereich sorgen weisse Einbauschränke. Auch die Arbeitsplatten sind in dem hellen Farbton gehalten. Um das Bild komplett zu machen, wurden rund um den Arbeitsbereich kaltweisse LED-Strahler in die Einbauküche eingebracht.

Kücheninsel
Die mittig platzierte Kücheninsel wurde in dieser Aufnahme aus einer interessanten Perspektive eingefangen. Dank des reduzierten Farbschemas ergibt sich eine fast durchgehende Linie von der Insel bis hin zur gegenüberliegenden Eingangstür. Von hier aus erkennt man besonders gut, wie sehr die Atmosphäre im Innenraum von den unterschiedlich großen Fensteröffnungen beeinflusst wird. Sie tauchen das Interieur in natürliches Licht. Die weisse Einrichtung reflektiert dieses noch zusätzlich, sodass der Innenraum an einem sonnigen Tag beinahe selbst zu strahlen scheint.

Badezimmer
Im Badezimmer wurde das strenge Farbschema ein wenig aufgelockert. Dafür verantwortlich sind ein hellbrauner Bodenbelag sowie eine Wand aus Naturstein. Gegen diesen Hintergrund setzen sich die modernen Sanitäranlage sowie die Badewanne und das Waschbecken vorzüglich ab. Für die Wanne wurde ein freistehendes, eiförmiges Modell gewählt. Dieses ist gerade voll im Trend und wirkt dennoch klassisch. Das Bad wird von LEDs, die in die Decke eingelassen wurden, sanft erhellt. Auch über dem Waschbecken wurde eine zusätzliche Lichtquelle angebracht.

Der Rundgang durch dieses Schweizer Haus zeigt, wie markant und stilsicher reduzierte gestalterische Mittel wirken können.
Text von Claire Dove


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